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endlich an Bord!


und gleich ein toller Sonnenuntergang


der Amazonas naht - schon ca 120 km vor der Mündung verfärbt sich das Wasser


hautnah am Regenwald vorbei


ab und zu wenig Platz für die Columbus - der Kapitän behält die Nerven


er ist hier zu Hause


Belem


Natal in Sichtweite


Recife / Olinda


Maceio - von den Tupi-Indianern gegründet, heute Touristenort


Salvador - ehenalige Hauptstadt Brasiliens


Sonne und Regen im Wechsel bei 35 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit


Sonnenaufgang in der Hafeneinfahrt von Rio de Janeiro um 05:20, Steuerbordseite


Riode Janeiro erstrahlt zur gleichen Zeit auf der Backbordseite im Glanz der aufgehenden Sonne


Chistusstatue


Blick vom Corcovado


mit der Seilbahn auf den Zuckerhut


Rio am Abend


endlich wieder auf hoher See-8 Tage "Geradeausfahrt" nach Namibia


Wüste, Steppe und kahle Berge - Namibia


das einzige Nashorn, das weit und breit zu sehen war - aus Holz geschnitzt

MS c Columbus
Kreuzfahrtbericht
MS Columbus 2008

Mythos Amazonas von Barbados nach Rio de Janeiro 03.01. - 17.01.08 und die
Südatlantiküberquerung
von Rio d.J. nach Walvis-Bay / Namibia 17.01.-27.01.08


Anreise / Check-in                         (0,98 MB) Bericht als pdf-Datei herunterladen

Für diese Reise hatte der Veranstalter Hapag Lloyd ein Flugzeug der LTU gechartert, das uns in 10 Stunden von Düsseldorf nach Bridgetown/Barbados brachte.
Der Flug begann mit einer Verzögerung von ca. 30 Minuten. Der Grund: 3 Teilnehmer konnten nicht die für die Reise erforderliche Gelbfieberimpfung nachweisen. Die Reiseleitung überprüft die Impfbescheinigung schon am Flughafen. Wer sie nicht nachweisen kann, wird definitiv nicht mitgenommen.
Ironie des Schicksals: Wegen schlechten Wetters konnte im Verlauf der Reise die Ile Royal/frz. Guayana (Gelbfiebergebiet) nicht angelaufen werden und eine Gelbfieberimpfung wäre nicht notwendig gewesen. Aber wer kann das vorher wissen?
Da das Flugzeug nur zu ca. 1/3 besetzt war, konnte es sich jeder Passagier auf mehreren Sitzen bequem machen - ein angenehmer Flug.
Beim Anflug auf den Flughafen von Bridgetown ein kurzer Blick auf den Hafen, in dem 5 Kreuzfahrtschiffe lagen - das nahezu kleinste (aber feinste) - "unsere" MS Columbus - war direkt am Terminal schnell am "Hapag Lloyd-Schornstein" ausgemacht.
Schon beim Aussteigen aus dem Flugzeug wurden wir von HLK-Mitarbeitern von der Columbus begrüsst und ohne Passkontrolle oder sonstige Einreiseformalitäten zum Transferbus, der auf dem Flugfeld direkt neben dem Flugzeug stand, geleitet.
Der Transfer vom Flughafen zum Schiff erfolgte zügig, das Einchecken nach Erklimmen der Einstiegsleiter (siehe Bild rechts) auf Deck 3 an der Rezeption war schnell und reibungslos (Voucher und Reisepass "getauscht" gegen die elektronische Bordkarte) und schon wurde man von einer netten philipp. Mitarbeiterin zur Kabine geleitet. Wegen notwendiger Zollformalitäten wurden die Koffer ca. 30 Minuten später vor der Kabine abgestellt.

Kabine


Die Aussenkabinen auf Deck 2 sind mit einem grossen Bullaugen-Fenster ausgestattet. Wohlüberlegt und aufgrund einer sachkundigen Empfehlung hatten wir dort die Kabine 236 mittschiffs gebucht.
Damit war es nicht nur tagsüber angenehm hell, sondern es ist auch ein tolles Feeling , vom Bett aus nachts Sterne, Mond und Gischt gleichzeitig in der Kabine zu erleben. Diese Kabinen vermitteln ein echt maritimes Gefühl und lassen den Gedanken an ein schwimmendes Hotel gar nicht erst aufkommen.


Die Einrichtung ist sehr gut durchdacht, besonders angenehm der breite Abstand zwischen Kleiderschrank und gegenüberliegender Badezimmertür und lobenswert der mehr als ausreichende und wohldurchdachte Stauraum. Alles war tipptopp sauber, Gebrauchsspuren an der Einrichtung hätte man mit der Lupe suchen müssen.

Auf dem Farb-TV leider nur wenig Vielfalt - aber wer will schon auf einer Kreuzfahrt fernsehen. Vermisst haben wir jedoch einen Kanal, auf dem die Seekarte mit den aktuellen Reisedaten (Knoten, Wind, Temperatur, Fahrtroute etc.) angezeigt wird, wie wir es auf anderen Kreuzfahrtschiffen erlebt haben. Nur ein Bild von der Bug-Kamera ist etwas eintönig. Aber wirklich wichtig und entscheidend ist das alles auch nicht!

Service


Der Service an Bord war ausgezeichnet.
Unsere Kabine wurde durchgehend morgens zu den von uns gewünschten Zeiten gesäubert. Abends richtete die "evening maid" während des Abendessens erneut die Betten und hinterliess neben einem "Betthupferl" das Programm für den nächsten Tag oder sonstige Info-Blätter der Reiseleitung.

Auf dem Pooldeck waren stets ausreichend frische Badetücher vorhanden, hinreichend Liegen standen bereit. Von der deutschen Untugend der frühzeitigen Liegenreservierung waren wir aufgrund der geringen Auslastung der Columbus (200 Passagiere im ersten Reiseabschnitt und nur 98 im 2.Teil) nicht betroffen.
Die Badetücher standen übrigens auch beim Ausstieg für Ausflüge zur Verfügung - eine Wohltat nach einem schweisstreibenden Stadtbummel im Bus so der eiskalten Klimaanlage entgegenzuwirken und sich langsam herunterzuregeln.

Es gibt zwar keinen Selbstbedienungswaschsalon an Bord, dafür sind die Preise für Reinigung oder Wäsche moderat. So kostet die chemische Reinigung einer Hose 3,90 Euro, eines Kleides 5,60 Euro.

Die Bedienung in den Restaurants und im Aussenbereich erfolgte stets schnell, freundlich und sehr aufmerksam! Auch "Morgenmuffel" traf man kaum an.
Da sämtliche Kellner auf dem Schiff deutschsprachig waren und ihre "Kunden" alsbald mit Namen kannten, war die Atmosphäre angenehm familiär.
"Kleine" Aufmerksamkeiten rundeten das Bild ab - so erhielten alle Passagiere ein Logbuch der Reise Barbados - Rio mit der launigen Beschreibung eines jeden Reisetages durch den Lektor Carl D. Goerdeler.
Auch die Menuekartensammlung mit den "Autogrammen" der Kellner für jeden Passagier war ein netter Service.

Mehrmals am Tag meldete sich der Kapitän mit einer Lautsprecherdurchsage von der Brücke mit aktuellen Daten zur Position, Geschwindigkeit des Schiffes und anderen interessierenden Daten. Übrigens mit Mark Behrend ein Kapitän zum "Anfassen", der sich auch oft auf dem Pooldeck blicken liess und offensichtlich für jeden Spass zu haben war.
Ohnehin war bald zu spüren, dass das Betriebsklima innerhalb der Crew - angefangen bei den fleissigen Philippinos über den Servicebereich bis hin zur Offiziersebene vom Allerfeinsten war. Ein Funke, der bald auf die Passagiere und die an Bord wirkenden Lektoren und Künstler übersprang.

Essen und Trinken


Die Mahlzeiten können wahlweise im Restaurant oder im Palmengarten (Buffetrestaurant mit Selbstbedienung) eingenommen werden.
Im Hauptrestaurant gibt es nur eine Tischzeit, so dass gemütlich ohne Zeitdruck gegessen werden kann. Auch wenn wir wegen reger Unterhaltung mit unseren Tischnachbarn die offiziellen Zeiten erheblich überschritten hatten, zeigten die Kellner nicht die leisesten Zeichen von Ungeduld.
Getränke sind - mit Ausnahme von Tee, Kaffee, Wasser und verschiedenen Säften beim Frühstück - bei der Columbus nicht im Preis enthalten. Die Nebenkosten halten sich aber in Grenzen. So kostet ein Bier (0,3 l) 1,50 Euro, 1l Mineralwasser 2,00 Euro, 1 Cappuccino 1,00 Euro, 1 Karaffe Hauswein 3,50 Euro.
In jedem Reiseabschnitt wurde zudem ein "Bayrischer Frühschoppen" mit Freibier veranstaltet. Verdursten muss auf der Columbus keiner.
Das Essen war von bester Qualität, allein wie es angerichtet präsentiert wurde verdient 5 Sterne.
Das umfangreiche Mittag- oder Abendessen bestand regelmässig aus 3 Vorspeisen, 3 Suppen, Salat, Zwischengericht, 4 Hauptgerichten, Pastagericht und 1 Gericht "Aus der kalten Küche". Zum Dessert gab es 4 Süssspeisen sowie 1 Käseteller zur Auswahl. Dabei waren die Passagiere nicht auf 1 Gericht pro Abschnitt beschränkt. Wer wollte konnte z.B. auch drei Hauptgerichte verspeisen.

Das Frühstück haben wir regelmässig im Buffetrestaurant im Palmgarten eingenommen. Das kompakt angerichtete Buffet bot standardgemäss alles, was das Herz oder besser der hungrige Magen begehrte - hervorzuheben die individuell frisch gefertigten Eispeisen.
Eine halbe Stunde vor der Öffnungszeit konnte man sich am Frühaufsteherfrühstück gütlich tun mit Minicroissants, Kaffee und Tee.
Von 16.00 - 17:00 war "Kaffee- und Teezeit" im Palmengarten mit Torten und Kuchen und gegen 23:00 konnte eben dort ein Spätimbiss eingenommen werden.

Entertainment


Sport

Wer nicht faul in der Sonne liegen wollte, hatte tagsüber die Wahl zwischen "Wellness" und "Unterhaltung". Das Angebot für das körperliche Wohlbefinden reichte von Powergymnastik über Stretching, Wassergymnastik, Pilates, Nordic Walking und Yoga. Auch ein Tanzkurs wurde angeboten.
Gut ausgerüstet der Fitnessraum mit Fahrrädern, Laufbändern und anderen muskelbildenden "Foltergeräten". Sportmuffel konnten sich mit Darts, Bingo, Quiz und Kreativkursen beschäftigen.

Abendprogramm

Das Abendprogamm war ganz auf die Generation 50 plus abgestellt.
Es gab keine "grosse Show", dafür fast jeden Abend den Auftritt von Solisten (z.B. Musicalsänger, Schlager- und Chansonsängerin, Gitarrenduo), manchmal begleitet von einem 4-köpfigen Ballett in der Lounge.
Da die Bühne in der Lounge nicht sehr gross und zudem die Decke niedrig ist, gab es für die Tänzer/innen wenig Entfaltungsmöglichkeit. "Hoffentlich stossen sie sich nicht den Kopf" - so unsere Gedanken bei den Ballettaufführungen.
Das Repertoir war eher klassisch mit Schlagern aus den 50er und 60er Jahren.

Ein echtes Highlight waren die Auftritte der Crew, die die Passagiere sowohl mit ihrem Chor (es wurden viele Shanties gesungen) als auch mit ihren Sketchen begeisterte. Auch die Philippinos, die Offiziere und nicht zuletzt der Kapitän agierten hier fleissig mit.
Zum Tanz spielt ein Bordorchester, das wirklich alles drauf hat - von Jazz über langsamen Walzer bis zur Volksmusik. Wer nach der Abendvorstellung in der Lounge nicht das Tanzbein schwingen wollte, konnte im Palmengarten beliebten Melodien, gespielt von einem sehr guten Alleinunterhalter Joe Diamond lauschen.
Nicht zu vergessen der Kapitänswillkommenscocktail und der entsprechende Abschiedscocktail mit einer humorvollen Ansprache des Kapitäns in jedem Reiseabschnitt. Spätestens ab Mitternacht wurde es sehr ruhig auf dem Schiff. Auch in der Bar hinter der Lounge oder in der Weinstube war dann nichts mehr los. Wer "Party" machen will, ist auf der Columbus sicherlich auf dem falschen Schiff.

Vorträge der Lektoren

Für uns waren die regelmässig vormittags um 10.00 Uhr stattfindenden Vorträge ein "Muss".
Im ersten Abschnitt der Reise wurde nahezu täglich von dem in Rio de Janeiro lebenden Journalisten Carl D. Goerdeler kenntnisreich und humorvoll über Brasilien berichtet.
Bei der Atlantiküberquerung mit 8 Seetagen referierte der Direktor des Planetariums Hamburg,Thomas W. Kraupe höchst interessant über den südlichen Sternenhimmel, den Urknall und die Marsmission der NASA. Praktischer Anschauungsunterricht nachts auf Deck 6 komplettierte sein Angebot.
Wer nach dieser Lektion noch nicht weiss, was das Kreuz des Südens ist und wo man es am Himmel findet, ist ein hoffnungsloser Fall.

Für die 8 Seetage wurde zusätzlich eine Schreibwerkstatt, geleitet von der stellv. Leiterin des Museums für Kommunikation Hamburg, der Museumspädagogin Elke Schneider, angeboten; dieser Kurs hat uns sehr viel Spass gemacht.
Wer wollte, konnte auch an einem Kurs für Gedächtnistraining teilnehmen.

Ausflugspräsentationen

Spezielle Ausflugspräsentationen durch die Reiseleitung, wie wir sie von anderen Schiffen kennen, fanden nicht statt. Auf dem 1. Reiseabschnitt stellte jedoch der Lektor Goerdeler die nächsten Ziele vor und die Reiseleitung auf der Rezeptionsebene war auch kompetent und hilfreich.
Zudem wurden in jeder Kabine Länderinformationen und ein Stadtplan des nächsten Hafens hinterlegt, in dem auch die genaue Lage des Schiffes im Hafen und die Entfernung zur Stadtmitte engezeichnet war.

Brücken-, Maschinenraumbesichtigung und "1 x Kapitän spielen"

Auf hoher See fanden mehrere nach Passagierdecks geordnete Brückenbesichtigungen mit umfangreichen Erklärungen des 1. Offiziers statt. Auf Anmeldung konnte auch die Maschinenräume unter Deck besichtigt werden.
In den letzten Tagen der Atlantiküberquerung war die Brücke ab 17:00 nochmals für jedermann frei zugänglich.

Um die Passagiere bei der 8-tägigen"Geradeausfahrt" bei Laune zu halten, durfte, wer wollte, das Schiff einmal eine Seemeile auf der Brücke unter Aufsicht des Kapitäns selbst steuern.

Sonstige Events an Bord

Bayrischer Frühschoppen mit Freibier, ein Tauziehenwettbewerb zwischen Crew und Passagieren, "Eis satt" in der Lounge, Versenken einer Postboje mit vielen Briefen von Passagieren als Flaschenpost und natürlich die obligatorische Äquatortaufe - Schiffsführung und Reiseleitung waren strebend bemüht, die Gäste in Schwung zu halten.

Spiel-Raum und Internetcorner

Ein gut ausgerüsteter Spielraum mit 4 Tischen und diversen Karten- und Brettspielen befindet sich auf Deck 5.
Auf Deck 3 liegt das sog Businesscenter mit 2 PCs und einem Laserdrucker. Der Empfang und das Versenden von E-Mails ohne Anhang ist kostenfrei (Adresse: vip@ms-columbus.com - Antwortmails werden von der Verwaltung ausgedruckt und in der Kabine zugestellt). Der Internetzugang ist hingegen kostenpflichtig (90 cent/min) und ist bedingt durch die Satellitenanbindung sehr langsam. WLAN oder ein Internetzugang in der Kabine existieren nicht.

Ausflüge


Vor der Reise erhält jeder Passagier ein Heft mit Länderinformationen, in dem auch die angebotenen Ausflüge genau beschrieben sind.
Eine gesonderte Ausflugspräsentation an Bord gibt es nicht, was wir schon weiter oben erwähnt haben.

Die Ausschiffung erfolgte jeweils schnell und reibungslos. Alles war bestens organisiert. Die Preise für die Ausflüge hielten sich durchaus im Rahmen, so kostete ein Stadtrundgang durch das historische Salvador de Bahia (3,5 Stunden) 33 Euro.
Die Reiseleiter der jeweilig von HLK beauftragten örtlichen Firmen waren deutschsprachig und sehr kompetent, fast ausschliesslich deutsche Landsleute, die schon lange in Brasilien oder Namibia lebten.

Schiffszustand


Das Schiff war in einem tadellosen Zustand.

Allerdings russte der Schornstein gelegentlich, so dass schon mal fingernagelgrosse schwarze Russplättchen auf die weisse Hose flogen, wenn man sich bei böigem Wind am Heck aufhielt.
Die c.Columbus ist im Gegensatz zu vielen anderen Kreuzfahrtschiffen vertikal aufgebaut. Maschinenraum, Back, Restaurant und Lounge liegen übereinander und stören so kaum die Kabinenbereiche, die ebenfalls übereinander angeordnet sind. Zwar vernimmt man in den Kabinen stets das sehr leise (aber wohlig klingende) Brummen der Schiffsdiesel, diese Hintergrundgeräusche gehören zu einer Kreuzfahrt aber dazu.
Heftige Vibrationen treten jedoch im hinteren Teil des Hauptrestaurants auf, wenn die Diesel im Hafen oder beim Auslaufen nicht unter voller Last arbeiten - dann klirrt schon mal das Geschirr und die Gäste schauen sich verwundert an. Eine Erscheinung, die jedoch stets nur von kurzer Dauer ist.
Kabinengäste auf Deck 2 im Bugbereich werden natürlich heftigst aus dem morgendlichen Schlaf gerissen, wenn beim An- und Ablegen die Bugstrahlruder arbeiten oder die Ankerkette rasselt.
Diese Geräusche sind bei dem Betrieb eines Schiffes unvermeidlich und wir haben dies auf der QM2 oder den AIDA-Schiffen in gleicher Weise erlebt oder davon vernommen.

Gäste/Kleidung


An Bord befanden sich nur deutschsprachige Gäste, grösstenteils im Alter von 50 plus.
Tagsüber war die Kleidung - den sommerlichen Temperaturen angepasst - leger. Nach den Angaben im Tagesprogramm wurde für abends "gepflegte Freizeitkleidung", für den Kapitänsempfang und das anschliessende Dinner "sportlich-elegant" empfohlen.

Was bedeutet dies nun in der Realität? Hapag Lloyd hüllt sich mit einer Interpretation in ihren Katalogen in Schweigen.
"gepflegte Freizeitkleidung" - Viele Gäste hoben den Masstab an und erschienen generell zum Abendessen elegant (Kleid, Hosenanzug / Anzug, Sakko). Aber auch lange Hosen und T-Shirts / Freizeithemden störten nicht.
"Sportlich-elegant" - beim Kapitänsempfang und dem anschliessenden Dinner waren bei den weiblichen Gästen fast ausschliesslich lange Kleider und Hosenanzüge und bei den Herren dunkle Anzüge/Schlips zu sehen.
Mit Abendkleid und Schmuck ist "frau" jedenfalls nicht overdressed und "man(n)" fällt auch mit Dinnerjacket nicht aus dem Rahmen.

Die Kleidungsfrage ist jedoch auf den HLK-Schiffen offensichtlich kein Thema - erlaubt ist was Spass macht und nicht völlig indiskutabel erscheint.

Check-out und Abreise


Afrika in Sicht - bei 16 Grad und leichtem Nieselregen. Dieses Wetter passte zu dem traurigen Umstand, dass wir von Bord gehen und auch von neu gewonnenen Freunden und Bekannten Abschied nehmen mussten.
Die gepackten Koffer nachts vor dem Abreisetag vor die Kabine gestellt, die unterschriebene Rechnung (Getränke an Bord, Ausflüge etc.) morgens an der Rezeption abgegeben und den Reisepass entgegengenommen. Bis 9:00 Uhr waren die Kabinen geräumt und pünktlich begannen auch die Aufrufe zum Ausschiffen für die durchreisenden Ausflügler und für die Abreisenden.
Nach persönlicher Verabschiedung und Handschlag an der Pier durch den Kapitän und Identifikation der auf der Pier aufgereihten Koffer begann der 1 1/2 tägige Transfer zum Flughafen nach Windhoek mit einer Übernachtung dort in einem Mittelklassehotel.

Das gesamte Abreisearrangement wieder perfekt organisiert von Hapag Lloyd mit kompetenter und freundlicher Reisebegleitung bis nach Frankfurt.
Kleine Abstriche - der Transferbus für die ca. 8 stündige Fahrt durch die namibische Wüste und Steppe bei (ab 11:00 ca 35 Grad) war alt und klapprig, mit schmalen Sitzen (2-er und 3-er Sitzreihen nebeneinander), ohne Toilette und mit erheblichen Macken bei der Klima- und Mikrophonanlage, ein angekündigtes Mittagessen auf einer Farm entpuppte sich als enttäuschend mageres "fingerfood" und das Hotel in Windhoek hatte auch schon bessere Tage gesehen - das sind aber Dinge, auf die HLK, die mit Ihren Schiffen Namibia nicht gerade oft ansteuert, wohl keinen direkten Einfluss hatte und sicherlich waren die Damen der Reisebegleitung ebenso leicht frustriert wie die Gäste.
Aber was hört man so oft, wenn es in Afrika nicht so recht klappt? >>> "Das ist eben Afrika!"

Fazit:


Verlauf und Ausrichtung unserer Kreuzfahrt verdienen höchtes Lob! Daran ändert "unter dem Strich" auch nichts unsere kleine Kritik an dem Transfer in Namibia.

Das fast familiäre Miteinander von Passagieren, Mannschaft und auch der Lektoren und Künstler sowie die Überschaubarkeit und Sauberkeit des Schiffes machen die Columbus zu einem echten "Wohlfühlschiff".
Wer sich für ein paar Tage nur vergnügen oder "Party" machen will, ist hier wegen des "moderaten" Abendprogrammes sicherlich falsch.
Vor allem für längere Reisen und Fahrten in exotische Gebiete ist u.E. die MS c.Columbus aufgrund der excellenten Führung, Gastronomie und Gastlichkeit jedoch allererste Wahl.
Die nächste Reise ist schon gebucht. - Vorsicht: Suchtgefahr!



Rezeption auf Deck 3 Im Hafen von Bridgetown beim Anflug:
rechts die MS Columbus, im Vordergund die Holiday Dream von Pullmantur Cruises, die alte MS Europa (HLK 1982-1999)


Ein- und Ausstieg von Deck 3 Ein- und Ausstieg von Deck 3 - mal mehr, mal weniger steil - abhängig vom Wasserstand; aber bequem, sicher und rutschfest

Aussenkabine Deck 2 mit den riesigen Bullaugen-Fenstern, sehr empfehlenswert

Deck 5 achtern - hier im gelblich braunen Amazonas

Deck 5 - Poolbereich

Nicht nur perfekter Service - auch die Sicherheit wird gross geschrieben: Erinnerungsfoto nach Feuerwehrübung an Deck

Restaurant backbord - identisch steuerbord

Palmgarten Buffetrestaurant Deck 6, hier der Bugbereich

Palmgarten - Buffetbereich mittig

Palmgarten - Übergang zum Pooldeck

Deck 6 - der Fitnessraum

Lounge Deck 4 - Shows, Vorträge

die Crew singt Shanties

Lektorenvortrag

"Kreuz des Südens" am südlichen Sternenhimmel

Brückenbesichtgung

Äquatortaufe - Neptun und der Kapitän

Kreuzfahrtdirektorin und Kapitän beim Versenken der Postboje

Ausflüge - mit sehr guten Führungen

Decks 5 und 6 im Heck

Heckansicht - Maschinenräume, Restaurant und Lounge vertikal übereinander

Bade- und Freizeitkleidung auf Deck 6 im Aussenbereich

dieses Outfit wäre an Bord übertrieben - afrik. Trachtenkostüm in Salvador

Walvis-Bay/Namibia - die Transferbusse warten schon - Abschiedsstimmung

ein letzter Abschiedsgruss vom Reiseleiter


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