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Wir verlassen abends den Hafen von Valparaiso


Am 1. Seetag von der Sonne verwöhnt


Nebel und Regen morgens in Puerto Montt - Vulkane?


..aber der Wettergott ist gnädig - Vulkan Osorno


Grandiose Berge und Gipfel


Petrohue - Wasserfälle


2. und 3.Seetag, Darwin Channel, Trinidad Channel und Magellanstrasse (Bild)


Unser 1. Gletscher, der Skua Gletscher (früher Amalia Gletscher), etwas abseits des Trinidad Channels


2. Hafen - Punta Arenas


im Beaglekanal


immer wieder imposante Gletscher (Epaña,Italia, Holanda)


Ushuaia in Sicht


Im Hafen von Ushuaia


mit einem Katamaran in den Beaglekanal zu den Seelöwen


mit einem nostalgischem Bummelzug in den Nationalpark Tierra del Fuego und dort ...


... wandern


4. Hafen - Puerto Madryn


auf der Schafsfarm San Guillermo


5.Hafen - Buenos Aires, Liegeplatz im Containerhafen + Regen


Buenos Aires


6. Hafen - Punta del Este / Uruguay - wegen hohen Seegangs kein Landgang


Endstation Rio de Janeiro




MS c Columbus
Kreuzfahrtbericht
MS c.Columbus 2009

Naturschauspiele an der Spitze Südamerikas von Valparaiso über Puerto Montt, Punta Arenas, Ushuaia, Puerto Madryn und Buenos Aires nach Rio de Janeiro vom 04.04. - 23.04.09


Anreise /Check-in                

Dies war unsere 2. Kreuzfahrt mit der MS Columbus; gebucht hatten wir diese Reise schon während der ersten Fahrt an Bord. Die "Latte" unserer Erwartungen war daher schon hochgelegt und wir sind nicht enttäuscht worden.

Mit Swiss Air von HH über Zürich landeten wir am frühen Morgen des 05.04.09 in São Paulo. Ursprünglich sollte dort nur ein Tankstopp eingelegt und dann 60 Min später der Weiterflug nach Santiago de Chile erfolgen.
Da Swiss Air jedoch zum 01.04. kurzfristig den inneramerikanischen Dienst eingestellt hatte, erfolgte nach 3 ermüdenden Stunden Wartezeit der pünktliche Weiterflug nach Santiago de Chile mit der brasilianischen Fluglinie TAM mit modernstem Fluggerät und einem sehr aufmerksamen Service. Eine Wohltat gegenüber dem doch etwas stressigen und voll belegtem Flug mit Swiss Air.
Übrigens - die Wartezeit in São Paulo wurde durch stundenlanges Schlangestehen am Abfluggate "verkürzt", da das Bodenpersonal darauf bestand, an Hand des Gepäckabschnittes per PC und Handy zu checken, ob die in D oder in Zürich aufgegebenen Koffer auch in São Paulo eingetroffen waren.

Koffer abholen, Passkontrolle, Zoll - am Zielflughafen Santiago de Chile zügig und ohne Probleme und dann sassen wir endlich mittags mit der Reisebegleiterin von HLKf und einer örtlichen Fremdenführerin in einem der beiden Transferbusse nach Valparaiso.
Auf dem Weg zur Hafenstadt Valparaiso wurde auf einem chilenischem Weingut mit angeschlossener Gastronomie ein Zwischenstop eingelegt und ein Mittagessen in einem sehr schönen Ambiente dargeboten. Eigentlich waren viele der Gäste von der Anreise etwas erschöpft und wollten lieber so schnell wie möglich aufs Schiff - das schöne Essen, der Wein und die ersten Kontaktgespräche mit anderen Gästen waren jedoch sehr entspannend. Ausgeruht und in bester Laune trafen wir so am späten Nachmittag auf der Pier vor "unserer" c.Columbus ein.
Das Einchecken fand diesmal nicht in der Rezeption, sondern auf der Pier statt - wenige Minuten später waren wir dann in unserer Kabine. Auch die Koffer kamen fast zeitgleich an.

Kabine


Natürlich hatten wir wieder eine Aussenkabine auf Deck 2 mittschiffs gebucht (233). Das ca. 1,50 m grosse Bullauge in jenen Kabinen vermittelt ein echt maritimes Gefühl - nachts Sterne, Mond, Wellen und Gischt "hautnah" am Bett. Eine kräftige Relingsstange in Höhe des unteren Drittels des Bullauges verschafft Standsicherheit bei heftigem Seegang und dient zugleich als angenehme Armstütze beim sehnsuchtsvollen Blick in die unendliche Weite der See.

Die Einrichtung ist sehr gut durchdacht, besonders angenehm der breite Abstand zwischen Kleiderschrank und gegenüberliegender Badezimmertür und lobenswert der mehr als ausreichende und wohldurchdachte Stauraum. Alles war tipptopp sauber und beim letzten Werftaufenthalt im Herbst 2008 sind offensichtlich Teppich und die Wandbekleidungen erneuert worden.

Auf dem Farb-TV leider nur wenig Vielfalt - aber wer will schon auf einer Kreuzfahrt fernsehen. Neu war der von uns früher vermisste Kanal, auf dem die Seekarte mit den aktuellen Reisedaten (Knoten, Wind, Temperatur, Fahrtroute etc.) angezeigt wird.

Service

Der Service an Bord war wieder ausgezeichnet.

Unsere Kabine wurde ausnahmslos morgens zu den von uns gewünschten Zeiten gesäubert. Abends richtete die "evening maid" während des Abendessens erneut die Betten und hinterliess neben einem "Betthupferl" das Programm für den nächsten Tag oder sonstige Info-Blätter der Reiseleitung.
Nachts wurden die neuesten Nachrichten unter der Tür durchgeschoben.
Auf dem Pooldeck waren stets ausreichend frische Badetücher vorhanden, hinreichend Liegen standen bereit. Auf dieser Kreuzfahrt war es aber nur in Valparaiso, Buenos Aires und Rio de Janeiro richtg warm.
Die Badetücher stehen übrigens auch beim Ausstieg für Ausflüge zur Verfügung - eine Wohltat nach einem schweisstreibenden Stadtbummel im Bus so der eiskalten Klimaanlage entgegenzuwirken und sich langsam herunterzuregeln.

Die Bedienung in den Restaurants und im Aussenbereich erfolgte stets schnell, freundlich und sehr aufmerksam! Auch "Morgenmuffel" traf man kaum an.
Da sämtliche Kellner auf dem Schiff deutschsprachig waren und ihre "Kunden" alsbald mit Namen kannten, war die Atmosphäre angenehm familiär.
"Kleine" Aufmerksamkeiten rundeten das Bild ab - so die Menuekartensammlung mit den "Autogrammen" der Kellner für jeden Passagier und das Reisetagebuch der Lektorin Gabi Eidam.

Die Damen an der Rezeption sind ausdrücklich zu loben - superfreundlich, hilfreich und kompetent.

Mehrmals am Tag meldete sich der Kapitän mit einer Lautsprecherdurchsage von der Brücke mit aktuellen Daten zur Position, Geschwindigkeit des Schiffes und anderen interessierenden Daten. Kapitän Mark Behrend - ein Kapitän zum "Anfassen" - eloquent, unterhaltsam und singen kann er auch "Mary Ann..."!
Leider hat er das Kommando in Rio de Janeiro abgegeben an den "Neuen" - Kapitän Jörn Gottschalk - der noch etwas schweigsam und brummelig "rüberkommt", sich aber sicherlich in die spezielle Rolle eines Kreuzfahrtkapitäns mit seinen besonderen Aufgaben sehr schnell einarbeiten wird.

Auch bei unserer 2. Kreuzfahrt mit der c.Columbus war das Betriebsklima innerhalb der Crew - angefangen bei den fleissigen Philippinos über den Servicebereich bis hin zur Offiziersebene vom Allerfeinsten. Ein Funke, der stets auf die Passagiere und die an Bord wirkenden Lektoren und Künstler überspringt,

Essen und Trinken


Die Mahlzeiten können wahlweise im Restaurant oder im Palmengarten (Buffetrestaurant mit Selbstbedienung) eingenommen werden.
Im Hauptrestaurant gibt es nur eine Tischzeit, so dass gemütlich ohne Zeitdruck gegessen werden kann. Auch wenn wir wegen reger Unterhaltung mit unseren Tischnachbarn die offiziellen Zeiten erheblich überschritten hatten, zeigten die Kellner nicht die leisesten Zeichen von Ungeduld.
Getränke sind - mit Ausnahme von Tee, Kaffee, Wasser und verschiedenen Säften beim Frühstück - bei der Columbus nicht im Preis enthalten. Die Nebenkosten halten sich aber in Grenzen. So kostet ein Bier (0,3 l) 1,50 Euro, 1l Mineralwasser 2,00 Euro, 1 Cappuccino 1,00 Euro, 1 Karaffe Hauswein 4,60 Euro.

Das umfangreiche Mittag- und das Abendessen war wie bekannt von bester Qualität - u.E. 5 Sterne.
Das Frühstück haben wir regelmässig im Buffetrestaurant im Palmgarten eingenommen. Das kompakt angerichtete Buffet bot standardgemäss alles, was das Herz oder besser der hungrige Magen begehrte.

Hatten wir im Jahr zuvor noch die individuell frisch gefertigten Eispeisen gelobt, so traf dies leider beim Rührei nicht mehr zu - der weiss-gelblich-milchig kleingebröselte Brei war nicht sehr einladend. Da war der "angelernte" Phillipino anscheinend überfordert.
Es mag kleinlich wirken - aber die Brötchen waren anfangs auch nicht knackig frisch sondern eher etwas pappig. Nachdem ich dies nur beiläufig gegenüber unserem netten Tischkellner mittags im Restaurant erwähnte (das sollte keine Beschwerde sein) kam 10 Min. später der Maitre des Palmgartens an unseren Tisch, entschuldigte sich und versprach Abhilfe. Und siehe da - tags darauf waren die Brötchen knusprig frisch.


Eine halbe Stunde vor der Öffnungszeit konnte man sich am Frühaufsteherfrühstück gütlich tun mit Minicroissants, Kaffee und Tee.
Von 16.00 - 17.00 Uhr war "Kaffee- und Teezeit" im Palmengarten mit Torten und Kuchen und gegen 23:00 Uhr konnte eben dort ein Spätimbiss eingenommen werden.

Entertainment


Sport

Neben den üblichen Aktivitäten an Deck oder im Fitnessraum luden die meist kühlen Temperaturen zum Jogging auf Deck 5 ein - vom Pool rund ums Achterdeck, Treppe rauf auf Deck 6, Treppe runter auf Deck 5 usw.....

Lektorenvorträge und Abendprogramm

Wir befanden uns mit der c.Columbs auf dem vorletzten Teilabschnitt einer Weltreise, die immerhin schon am 28.November in Genua begonnen hatte und es war nicht nur an einigen Weltreisenden an Bord, sondern auch am Abendprogramm zu spüren, dass "die Luft irgendwie raus war" und sowohl viele Weltreisende wie auch die Organisatoren das Ende der Reise herbeizusehnen schienen.

Das scheinen auch die einschlägigen Künstler zu wissen und die letzten Fahrtrouten zu meiden, denn bis auf wenige Ausnahmen war das Unterhaltungsprogramm eher "durchwachsen".

An 4 Abenden wurde auf ein Unterhaltungsprgram herkömmlicher Art (Musik, Show, Tanz, Thater)) voellig verzichtet und nur Lektorenvorträge und eine Buchlesung angeboten. Aber hallo HLKf in Hamburg - Lektorenvorträge bieten sich doch idR nur vormittags an!!
Auf grossen Unmut stiess allgmein, dass am Ostersonntag abends nur eine Lesung (Essay von Stefan Zweig über Magellan) auf dem Programm stand, dargeboten von der Yoga-Spezialistin an Bord!! Dagegen konnte wer wollte am Karfreitag nach der von dem Ehepaar Kaljushny hervorragend dargebotenen klassischen Musik (Klavier und Klarinette) nach den Klängen des Bordorchesters, der HAPPY BAND, das Tanzbein schwingen (am Karfeitag!).

Nichts gegen die hervorragenden Lektorenvortaege (Gabi Eidam, Gerhard Linnemann und Kai Schepp) und absolut Spitze waren die Vorträge des Fotojournalisten Lutz Jaeckel zum Thema der digitalen Bildaufbereitung. Nur bitte keine Lektoren ins Abendprogram!

Da wir nun einmal beim meckern sind: Von der Kreuzfahrtdirektorin (es war nicht Frau Reichstein, die wir auf unserer 1. Columbus-Reise schätzen gelernt hatten!) wurden alle Gäste abends zu Beginn einer Veranstaltung in der Lounge regelmässig sinngemäss mit den erfrischenden Worten begrüsst:"Fühlen Sie sich alle wohl? Ich vermute schon, denn sonst wären Sie ja nicht hier!" Man fühlte sich ins Kaperle-Theater zu Kleinkindzeiten versetzt "Seid Ihre alle da?" - "Jaaaah!".

Ein paar Worte zu den Künstlern:
Erstklassig das Klassikduo Marina und Michael Kaljushny (Klavier und Klarinette), wenngleich der zeitlich von der Kreuzfahrtleitung vorgegebene Rahmen stets zu kurz war.
Unterhaltsam wie immer das Trio Pablo mit seiner südamerikanischen Musik. Das Trio kam aber erst in Ushuaia an Bord.
Das Bordorquester "Happy Band" ohne Tadel, engagiert, auf das Pulikum eingehend, leider wenig tanzwillige Paare an Bord.
Schwierig der Job der Alleinunterhalterin Marie Joana, die nahezu jeden Abend im Palmgarten für die background-Musik vor wenigen Gästen sorgen musste.
Gewöhnungsbedürftig die Darbietungen der (Sprech-)Theatergruppe "Hidden Shakespeare" .So eine Art Wortspiele unter Einbeziehung des Publikums - manchmal etwas peinlich und dann wieder grandios gemacht.

Nicht zu vergessen der Kapitänswillkommenscocktail und der entsprechende Abschiedscocktail mit einer humorvollen Ansprache des Kapitäns in jedem Reiseabschnitt. So ab 23:00 Uhr wurde es sehr ruhig auf dem Schiff. Auch in der Bar hinter der Lounge oder in der Weinstube war dann nichts mehr los. Wer "Party" machen will, ist auf der Columbus sicherlich auf dem falschen Schiff.

Ausflugspräsentationen

Spezielle Ausflugspräsentationen durch die Reiseleitung, wie wir sie von anderen Schiffen kennen, fanden nicht statt. In jeder Kabine wurden jedoch Länderinformationen und ein Stadtplan des nächsten Hafens hinterlegt, in dem auch die genaue Lage des Schiffes im Hafen und die Entfernung zur Stadtmitte engezeichnet war.

Brücken-, Maschinenraumbesichtigung

Auf hoher See fanden mehrere nach Passagierdecks geordnete Brückenbesichtigungen mit umfangreichen Erklärungen des Kapitäns Mark Behrend statt. Auf Anmeldung konnte auch die Maschinenräume unter Deck besichtigt werden.

Spiel-Raum und Internetcorner

Im ehemaligen Spielraum auf Deck 5 ist jetzt das Internetcorner mit 4 Terminals und einem Laserdrucker untergebracht. Der Empfang und das Versenden von E-Mails ohne Anhang ist kostenfrei (Adresse: vip@ms-columbus.com - Antwortmails werden von der Verwaltung ausgedruckt und in der Kabine zugestellt).
Sehr gut auch, dass man sich den jeweiligen Kontostand seiner Bordkarte abrufen konnte.
Der Internetzugang ist leider immer noch kostenpflichtig (90 Cent/Min) und ist bedingt durch die Satellitenanbindung sehr langsam. WLAN oder ein Internetzugang in der Kabine existieren nicht.

Ein gesonderter Spielraum existiert leider nicht mehr - 2 Tische wurden ausgelagert in den Freiraum zwischen Internetcorner und Bibliothek. Dort ungestört z.B. Schach zu spielen, ist aber wegen des Pulikumsverkehrs kaum möglich.
HLKf - ein kleiner Minuspunkt!

Ausflüge


Vor der Reise erhält jeder Passagier ein Heft mit Länderinformationen, in dem auch die angebotenen Ausflüge genau beschrieben sind.
Eine gesonderte Ausflugspräsentation an Bord gibt es nicht, was wir schon weiter oben erwähnt haben.

Die Ausschiffung erfolgte jeweils schnell und reibungslos. Alles war bestens organisiert. Die Preise für die Ausflüge hielten sich durchaus im Rahmen.
Die Reiseleiter der jeweilig von HLK beauftragten örtlichen Firmen waren deutschsprachig, sehr kompetent und fast ausschliesslich deutsche Landsleute, die schon lange in Chile oder Argentinien leben.

Schiffszustand


Das Schiff war in einem tadellosen Zustand - der letzte Werftaufenthalt lag aber auch gerade einmal 6 Monate zurück..

Ansonsten verweisen wir hier auf unseren Kreuzfahrtbericht aus dem Jahr 2008. Dem früher oft beobachteten lästigem Russen des Schornstein war der Eigner durch die Montage grosser Sonnensegel auf dem Achterdeck 5 erfolgreich begegnet.

Gäste/Kleidung


An Bord befanden sich nur deutschsprachige Gäste, grösstenteils im Alter von 50 plus.
Nach den Angaben im Tagesprogramm wurde für abends "gepflegte Freizeitkleidung", für den Kapitänsempfang und das anschliessende Dinner "sportlich-elegant" empfohlen.

Was bedeutet dies nun in der Realität? Hapag Lloyd hüllt sich mit einer Interpretation in ihren Katalogen in Schweigen.
"gepflegte Freizeitkleidung" - Viele Gäste hoben den Masstab an und erschienen generell zum Abendessen elegant (Kleid, Hosenanzug / Anzug, Sakko). Aber auch lange Hosen und T-Shirts / Freizeithemden störten nicht.
"Sportlich-elegant" - beim Kapitänsempfang und dem anschliessenden Dinner waren bei den weiblichen Gästen fast ausschliesslich lange Kleider und Hosenanzüge und bei den Herren dunkle Anzüge/Schlips zu sehen.
Mit Abendkleid und Schmuck ist "frau" jedenfalls nicht overdressed und "man(n)" fällt auch mit Dinnerjacket nicht aus dem Rahmen.

Die Kleidungsfrage ist jedoch auf den HLK-Schiffen offensichtlich kein Thema - erlaubt ist was Spass macht und nicht völlig indiskutabel erscheint.

Check-out und Abreise


Am letzten Tag, dem 22.04.2009, kommt morgens gegen 7:00 Uhr Rio de Janeiro in Sicht; nahezu alle Gäste lassen sich die Vorbeifahrt an der Kulisse dieser aufregenden Metropole nicht entgehen, auf Deck 5 herrscht drangvolle Enge.
Die gepackten Koffer nachts vor dem Abreisetag vor die Kabine gestellt, die unterschriebene Rechnung (Getränke an Bord, Ausflüge etc.) morgens an der Rezeption abgegeben und den Reisepass entgegengenommen. Bis 9:00 Uhr waren die Kabinen geräumt und pünktlich begannen auch die Aufrufe zum Ausschiffen für die durchreisenden Ausflügler und für die Abreisenden.

Nach persönlicher Verabschiedung und Handschlag an der Pier durch den Kapitän und Identifikation der im Terminal aufgereihten Koffer begann die "zwangsweise verordnete kostenpflichtige" Orientierungsfahrt mit Mittagessen und anschliessendem Transfer zum Flughafen.

Zur Auklärung:
Am 19.04.2009 war eigentlich gegen 13:00 das Anlaufen von Punta del Este /Uruguay vorgesehen - ein starker Südwestwind und hoher Schwell mit heftigem Seegang hatte jedoch ein Ausbooten der Passagiere des auf Reede liegenden Schiffes verhindert. So verliess das Schiff den Rio Plata und nahm Kurs auf Rio de Janeiro, in der Hoffnung, dort eher als geplant (13:00) festmachen zu können, was ja auch so gegen 07:30 gelang.

Die Freude bei den weiterreisenden Gästen und bei Gästen mit einem gebuchten Nachprogramm war gross, hatte man jetzt ja einen ganzen Tag in Rio zur Verfügung. Ohnehin war die Planung der Kreuzfahrtleitung in einer Metropole wie Rio de Janeiro nur einen halben Tag anzulegen, kritikwürdig!!

Für die Reiseleitung/Schiffsführung schienen die abreisenden Gäste, die nachmittags per Bus zum Flughafen gebracht werden sollte, jedoch ein Problem zu sein. Offensichtlich wollte man diese "Truppe" auch so schnell wie möglich von Bord haben und entschied sich daher, diesen Gästen eine "Orientierungsfahrt durch Rio mit Mittagessen" für 15 Euro aufzuzwingen. Keiner wurde vorher gefragt oder auch nur angehört - vielmehr wurde jeder Gast mit einem entsprechenden Voucher auf seiner Kabine beglückt.
Es mag Gäste gegeben haben, die sich vor einem Transatlantikflug nicht so gerne den Magen vollschlagen möchten, die Rio schon kannten, oder gerne auf eigene Faust vormittags etwas von Bord aus unternommen hätten. Die Reiseleitung bot jedoch auch auf Nachfrage keine Alternative an. Die Orientierungsfahrt war sehr informativ, das Mittagessen in einem Steakhaus auch nicht schlecht - was viele störte war jedoch die "Zwangsbeglückung"!
Und liebes HLKf-team - hierfür lächerliche 15 Euro abzubuchen - so etwas nennt man doch in Norddeutschland "pennschieterig", oder! Also - hier fehlte das erfahrene Augenmass und die korrekte Handhabung der Kreuzfahrt- und der Reiseleitung.


Das gesamte Abreisearrangement war ansonsten wieder perfekt organisiert von Hapag Lloyd mit kompetenter und freundlicher Reisebegleitung bis nach Paris.

Fazit:


Verlauf und Ausrichtung unserer Kreuzfahrt verdienen höchtes Lob! Daran ändert "unter dem Strich" auch nichts unsere Kritik an dem etwas "abgetakelten" Unterhaltungsprogramm und der Kreuzfahrtleitung.

Zu spüren war eine gewisse Unlust/Frust bei vielen Weltreisenden und auch einigen Service-Mitarbeitern schien etwas die "Puste" ausgegangen zu sein. Diese Erfahrung ist für uns ein Grund, die letzten Reiseabschnitte einer Weltreise künftig zu meiden.

Das fast familiäre Miteinander von Passagieren, Mannschaft und auch der Lektoren und Künstler sowie die Überschaubarkeit und Sauberkeit des Schiffes machen die Columbus zu einem echten "Wohlfühlschiff".
Wer sich für ein paar Tage nur vergnügen oder "Party" machen will, ist hier wegen des "moderaten" Abendprogrammes sicherlich falsch.
Vor allem für längere Reisen und Fahrten in exotische Gebiete ist u.E. die MS c.Columbus aufgrund der exzellenten Führung, Gastronomie und Gastlichkeit jedoch allererste Wahl.
Die nächste Reise ist schon gebucht. - Der "Columbus-Virus" hat uns voll erwischt!



Transferstop auf einem chilenischem Weingut - Mittagessen in edlem Ambiente und tollem Ausblick

endlich an Bord - hier noch im Hafen von Valparaiso - und ...

... in unserer Wunschkabine ( .. und müde!)

Deck 3 - Rezeption

Rezpetionsbereich

Deck 5 - Poolbereich

Deck 5 - Poolbereich

Schiffsmodell vor dem Restaurant

Restaurant backbord - identisch steuerbord

Palmgarten Buffetrestaurant Deck 6, hier der Bugbereich

Palmgarten - Buffetbereich mittig

"Kuchenschlacht" in der Lounge

Lounge Deck 4 - Shows, Vorträge

die Crew singt Shanties

Lektorenvortrag Lutz Jäckel

Bühne in der Lounge

Kapitän Mark Behrend auf der Brücke

Technik auf der Brücke

Maschinenraumführung

Maschinenraumführung

Deck 5 - zwischen Internetcorner und Bibliothek

Deck 5 - Bibliothek

Deck 5 - Internetcorner

"Kleiderordnung" an Deck: Anorak, Pullover (und lange Unterhosen)

dieses Outfit wäre an Bord nicht gerne gesehen - "Animation" auf den Strassen von Buenos Aires

Ausflüge - mit sehr guten Führungen

Windstärke 10 - wir werden nicht seekrank

Abschiedsstimmung an Bord, aber zum ...

Trost - Bayrischer Frühschoppen und Freibier

Schon im Transferbus zum Flughafen - ein letzter Blick auf die c.Columbus


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